Missbrauch: ...ein Priester tut so etwas nicht!
So war das gängige Narrativ, das viele Betroffene nach erlebtem Missbrauch hören mussten. Statt Anteilnahme und Aufdeckung des Missbrauchs war die völlige Isolation der Kinder und Jugendlichen die Folge. Noch heute leiden Betroffene an posttraumatischen Störungen. Mit vorbereitend für die übermächtige Stellung der Kleriker in der Katholischen Kirche war das 1. Vatikanische Konzil, auf dem die Unfehlbarkeit des Papstes dogmatisiert wurde. Es werden in meinem ersten Buch auch Täter und Taten beschrieben. Alle diese Täter, die Beschuldigten und die Verantwortlichen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart finden sich auf der Internetseite
Schwarze Pädagogik
Die Autofiktion von Joseph Hoben bildet den Kern des Buchs über "Schwarze Pädagogik", wie sie auch in den Bischöflichen Knabenseminaren gepflegt wurde. Gewalt durch die Präfekten und sexueller Missbrauch durch Mitzögliche musste Hoben erleben. Zwei Präfekten finden sich später in hohen Ämter (Domkapitular Josef Schupp und Generalvikar Werner Redies).
Aufarbeitung - so nicht!
Sehr spät hat Bischof Gebhard Fürst die Aufarbeitungskommission eingesetzt. Die näheren Umstände und die Forderung nach einer Wahrheitskommission finden sich in diesem Buch.
Missbrauch: Das Versagen der Bischöfe (1): Carl Joseph Leiprecht
Das vierte Buch über den Umgang der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit dem Missbrauch durch Priester beschäftigt sich mit Bischof Carl Joseph Leiprecht (1949-1974). Keine Empathie für die Betroffenen, Priester wurden versetzt, anderen Diözesen angeboten, ins Ausland versetzt. Dazu die Überlegung, wie die Presse manipuliert werden könnte und wie Strafverfahren gegen Priester abgewendet werden können.
Missbrauch: ...wie war das bei Sproll?
Mein fünftes Buch über den Umgang der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit dem Missbrauch durch Priester beschäftigt sich mit der Frage, wie das beim Bekennerbischof Joannes Baptista Sproll (1927-1949) war. Das Fazit ist ebenso niederschmetternd wie bei Leiprecht: keine Empathie für die Betroffenen, Priester wurden versetzt, anderen Diözesen angeboten, ins Ausland versetzt.
Sühneopfer - Gerichtsurteile gegen katholische Priester wegen Sittlichkeitsdelikten während der Zeit des Nationalsozialismus
Ein Einzeltäter, der im Namen des Sühneopfers zu sadistischen Taten fähig war (Fussen), ein wahres Netzwerk von Priestern, die im Namen des Sühneopfers wilde Orgien veranstalteten und auch vor Inzest keinen Halt machten (Buchbinder, Dürr, Feifel, Herzer, Nille), ein Priester, dessen Personalakte Lücken an den spannendsten Stellen aufweist (Hummler) und ein CDU-Ministerpräsident aus Baden-Württemberg (Gebhard Müller), der ein Gerichtsurteil im Nachlass hat, dessen Fund die Recherche ins Rollen brachte. Sex and Crime and Chachacha, und das während der Jahre des Nationalsozialismus. Die Justiz im Dritten Reich war gegenüber Sittlichkeitsverbrechen von Priestern sehr milde gestimmt. Das lässt am Narrativ der „verfolgten Kirche“ doch sehr zweifeln.